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Willkommen bei Ihrem Podcast aus der Katholischen Akademie des Bistums Dresden-Meißen: ob Kirche und Kultur oder Gesellschaft und Politik - hier kommen Expert*innen aus den unterschiedlichsten Fachdisziplinen zu den wichtigen Debatten unserer Zeit zu Wort. Fundiert, meinungsstark, streitbar und konstruktiv. Das Leben aus einer christlichen Perspektive. "Mit Herz und Haltung" holen Sie sich die Akademie bequem nach Hause.

Und immer gilt: kommen wir miteinander ins Gespräch! Das Podcast-Team ist dankbar für Meinungen, Anregungen, Verbesserungsvorschläge, Lob und Kritik.

  

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Das Projekt wird mitfinanziert durch Steuermittel auf der Grundlage des vom sächsischen Landtag beschlossenen Haushaltes.

 

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Bisherige Folgen

In den kommenden Wochen werden wir die bisherigen Folgen von 'Mit Herz und Haltung' hier auflisten. Zuletzt erschien:

Basics (I): Wozu Theologie?

 

Endlich verständlich: Fundamentale Fragen des christlichen Glaubens brauchen Menschen, die Antwortoptionen bieten. Mit Herz und Haltung, und mit Vernunft. Deswegen gibt der Salzburger Theologe Dr. Martin Dürnberger, der auch als Obmann die 'smarte Sommerfrische' der Salzburger Hochschulwochen verantwortet, eine lebendige Anleitung zum Nachdenken über den Glauben.

Ab jetzt heißt es bis zum Sommer jeden letzten Donnerstag im Monat: "BASICS – Theologie endlich verständlich". Unsere neue Serie bietet theologische Hintergründe zum Glaubensbekenntnis der Kirche, dem Credo. Wer Wissen will, bekommt's bei uns - mit Charakter!

 

 

Macht und Politik 

Im September gibt es was zu vergeben: Etwa 600 Sitze im Plenarsaal und einen Chefsessel im Bundeskanzleramt. Es geht um Macht. Man sieht sie, wenn sie in Bewegung ist oder sich ritualisiert. Politische Macht ist auch nicht in Organigramme zu drücken. Stattdessen schielt sie auf Mehrheiten und will mit Sachkompetenz gestaltet werden.

Wer kann also am besten mit Macht umgehen? Wem bieten sich Optionen zur Macht? Und warum braucht es künftig eine Führungserzählung gegen das Visionsvakuum - sowohl in der Politik als auch in der Kirche?

Der Politikerwissenschaftler Karl-Rudolf Korte analysiert die aktuelle politische Lage, filtert relevante Themen für Verantwortungsübernahme, benennt Kanzlerkandidaten und widerspricht der Annahme eines Wahlkampfs der Wütenden.

 

Missbrauch in der Kirche

Die zu lang schleppende Aufarbeitung von sexualisierter Gewalt und geistlicher Manipulation in der katholischen Kirche habe die Debatte über Machtstrukturen, Weiheämter für Frauen und die Sexualmoral entscheidend verschärft und stelle die Glaubwürdigkeit der christlichen Botschaft selbst infrage – das meint die Erfurter Dogmatik-Professorin Julia Knop und schildert damit einen Grund für aktuelle Erfahrungen der Abwesenheit Gottes in unserer säkularen, durch die Naturwissenschaften geprägten und modernen Welt.

 

Wo bleiben Weltentdecker und Brückenbauer in der Krise?

 

 

Vor einem Jahr rief die Weltgesundheitsorganisation Corona als weltweite Pandemie aus. Seitdem gibt es ein neues Bewusstsein für Globalisierung und Digitalisierung. Denn einerseits hat die Welt die Verletzbarkeit gespürt und neue Grenzen geschaffen. Andererseits hat die Digitalisierung gerade in der Krise neue Verbindungen ermöglicht.

Aber: "Wer mit Menschen arbeiten will, braucht die Begegnung live und in Farbe", sagt Dr. Claudia Lücking-Michel mit Blick auf die gelungene Partnerschaft zwischen Nord und Süd. Als Politikerin und Christin sind Entwicklung und wirtschaftliche Zusammenarbeit seit vielen Jahren Schwerpunkte ihrer Arbeit. Denn Lücking-Michel ist Vizepräsidentin des Zentralkomitees der deutschen Katholiken und Geschäftsführerin von AGIAMONDO, dem Fachdienst der deutschen Katholiken für internationale Zusammenarbeit.

Welche Chancen bietet die Digitalisierung für die internationale Entwicklungszusammenarbeit. Und wie hat die Pandemie die Arbeit der Brückenbauer zwischen Nord und Süd verändert?

Das Gespräch führt Christoph Boosen, der die Sächsischen Entwicklungspolitischen Bildungstage verantwortet.

 

 

Versöhnung ohne Berührungsängste. Papst Franziskus im Irak

Vier Tage besuchte jetzt erstmals ein Papst das islamisch geprägte Krisenland Irak. Papst Franziskus besuchte mehrere Teile des Landes und trat dabei mehrmals für interreligiöse Verständigung ein. Mit deutlichen Worten verurteilte er Gewalt und Terror im Namen der Religion. Mehrere symbolträchtige Begegnungen des Papstes standen im Zeichen des interreligiösen Dialogs. Der ZDF-Redakteur Jürgen Erbacher begleitete den Pontifex auf seiner Reise und ordnet jetzt ein, was die Extremreise der Liebe für die künftigen Interreligiöser Beziehungen zu bedeuten hatte und wie Corona das Miteinander verändert hat.

 

Mit Gott im Clinch. Fridolin Stiers Meridiane der Klage

 

Vor 40 Jahren starb Fridolin Stier. Bekannt wurde er mit der eigenwilligen Übersetzung des Neuen Testaments. Als Meister des Wortes zeichnete Ihn eine hohe Sensibilität für das Dahinterstehende aus. Es half ihm, die Vereinbarkeit vom unverschuldeten Übel mit der Güte seines Gottes überein zu bekommen.

Jetzt spannt Erich Garhammer mit seinem neuen Buch ein neues Dach über Poesie und Theologie und stellt einen Sprach- und Glaubenskünstler vor, der Meridiane aus Worten gebildet hat. Es sind lebensrettende Wörter, eine Sprache, der Schmerz und Trost eingraviert sind. Von A bis Z reichen die Wörter, von Angst bis Zynismusprophylaxe: damit wird die Podcast-Episode eine Einladung zu einer sprachlichen Entdeckungsreise und eine theologisch-literarische Deutung für elementare Grunderfahrungen des Lebens.

 

Lebendige Partizipation? Norbert Lammert zur Synodalität

 

Sind demokratische Entscheidungsfindungsprozesse auf Kirche übertragbar? Wie kann Synodalität dazu beitragen, den Geist der Kirche lebendig zu halten? Und was lässt sich aus dem 2. Vaticanum für die Umsetzung heutiger partizipatorischer Formen lernen? Diese und andere Fragen beleuchtete Prof. Dr. Norbert Lammert, der ehemalige Bundestagspräsident, aus politischer Perspektive in seinem Eröffnungsvortrag auf dem Online-Thementag mit dem Titel "Voll(e) Macht. Kirchliche Synodalität im 21. Jahrhundert", der im Januar von der Katholischen Akademie des Bistums Dresden-Meißen veranstaltet wurde.

 

Der Dichter und der Neonazi. Ein Gespräch über die Freundschaft zwischen Erich Fried und Michael Kühnen

 

Wie funktioniert Freundschaft trotz gegensätzlicher politisch-ideologischer Ansichten? In seinem kürzlich erschienen Buch erörtert Thomas Wagner diese Frage am Beispiel von Michael Kühnen und Erich Fried. Während Fried als Friedensaktivist bekannt war, war Kühnen in den 80er Jahren Anführer der Neonazi-Szene. Trotzdem war ihr Verhältnis ein freundschaftliches. Was einte sie? Was trennte sie? Und was kann man daraus für die Gegenwart lernen? Ein Interview mit Thomas Wagner.

 

Tage der Demut

 

Ist die Kirche in der Corona-Krise untergetaucht? Im persönlichen Essay "Tage der Demut" fragt der ZDF-Chefredakteur Peter Frey nach der Rolle der Kirchen in der Lockdownzeit. Und macht aus seinen Enttäuschungen keinen Hehl. Das Gefühl des Alleingelassenseins und verschlossene Türen haben bei ihm den Eindruck hinterlassen, den Eindruck einer Kirche auf Tauchstation. Ist das so? Und wenn ja, was braucht es, um die öffentliche Wahrnehmung zu ändern? Kernbegriffe wie vulnerable Gruppen offenbaren zudem: Die Gesellschaft ist von der christlichen Botschaft geprägt. Dem Kern der Botschaft. Aber er scheint losgelöst von der Institution.Der Bischof von Mainz, Dr. Peter Kohlgraf, spricht mit Dr. Peter Frey über die Rolle der Kirchen in der Pandemie. Moderiert wird die Diskussion von Dr. Karin Wollschläger (Katholische Nachrichtenagentur).

 

Gemeinsam Zeugnis geben: Ökumene im 21. Jahrhundert

 

Zu Beginn dieses Jahres hatte Bischof Bertram Meier, der Mitglied der Ökumene-Kommission der Deutschen Bischofskonferenz und stellvertretender Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Deutschland (ACK) ist, gefordert, den Blick bei der Ökumene nach vorne zu richten und sich dabei mit den Fragen zu beschäftigen, die evangelische und katholische Kirche noch trennen. Dies sei eine "Zukunftsaufgabe". Hintergrund seiner Äußerungen war der 500. Jahrestag der Exkommunikation Martin Luthers, der am 3. Januar 1521 mit der päpstlichen Bulle "Decret Romanum Ponficem" von Leo X. verbannt wurde. Rückblickend stellt dies einen entscheidenden, schmerzlichen Schritt zur Konfessionalisierung dar.

In der Abschlussdiskussion der diesjährigen Winterakademie wurde einerseits das Verständnis des Unterschiedlichen in den Blick genommen und andererseits analysiert, wie das christliche Zeugnis in einer zunehmend areligiösen Gesellschaft in den kommenden Jahrzehnten gelingen kann. Wie weit haben sich die Kirchen angenähert, worin bestehen die noch scheinbar unüberwindlichen Hindernisse und was ist zur Einheit der Kirche noch notwendig? Vor allem aber: Wie können sie gemeinsam Zeugnis geben in einer areligiösen Gesellschaft?

 

Alternativlos oder gottgewollt? Kirchliche Synodalität im 21. Jahrhundert

 

Am 22. Januar 2021 hat die Katholische Akademie des Bistums Dresden-Meißen einen Online-Thementag mit dem Titel "Voll(e) Macht. Kirchliche Synodalität im 21. Jahrhundert" veranstaltet. Ziel dieses Thementags war, sich darüber zu verständigen, wie künftig Synodalität kirchliche Entscheidungsprozesse mitgestalten kann. Für den Abschluss der Tagung war der Journalist und Vorsitzende der Gesellschaft Katholischer Publizisten Deutschlands, Joachim Frank, zuständig. Am Ende des langen Online-Tages fasste er aus subjektiver Sicht die wichtigsten Thesen, Theorien und Standpunkte zusammen, die die Referierenden geäußert haben. Mit dabei waren unter anderem Professor Norbert Lammert, der ehemalige Bundestagspräsident, die Theologin Prof. Dr. Sabine Demel aus Regensburg oder der Münchner Theologe Prof. Dr. Franz Xaver Bischof.