Überregionale Veranstaltungen
25. August 2026 | Dienstag | 18:00 Uhr | Überregionale Veranstaltungen
Eva Maria Welskop-Deffaa, Berlin
Oliver Schenk, MdEP, Brüssel
Prof. Dr. Stefan Kolev, Zwickau
Streit um die Rente
Wie gelingt Alterssicherung generationengerecht und sozial ausgewogen?
Die gesetzliche Rente steht unter Druck: Immer weniger Beitragszahlende finanzieren die Altersversorgung einer wachsenden Zahl von Rentnerinnen und Rentnern. Um Antworten auf diese Herausforderung zu finden, hat die Bundesregierung Anfang 2026 eine Rentenkommission eingesetzt. Deren 33 Empfehlungen liegen nun auf dem Tisch – und sorgen für heftige Kontroversen.
Wirtschaftsverbände, Finanzexpertinnen und Reformbefürworter begrüßen die Vorschläge als überfälligen Schritt, um die Alterssicherung langfristig finanzierbar zu machen. Gewerkschaften, Sozialverbände, Seniorenvertretungen und andere Kritiker warnen dagegen vor sozialer Schieflage, sinkender Sicherheit im Alter und einer einseitigen Belastung bestimmter Bevölkerungsgruppen. Die Frage, wie viel Solidarität, Eigenvorsorge und Generationengerechtigkeit die Rente der Zukunft braucht, wird so zum politischen Streitfall.
Im Online-Streitgespräch diskutieren Eva Maria Welskop-Deffaa, Oliver Schenk MdEP und Prof. Dr. Stefan Kolev über die Zukunft der Alterssicherung. Im Mittelpunkt stehen die Empfehlungen der Rentenkommission und ihre möglichen Folgen für Finanzierung, sozialen Ausgleich und Generationengerechtigkeit.
Die Referenten
Eva Maria Welskop-Deffaa ist seit 2021 Präsidentin des Deutschen Caritasverbandes. Zuvor war sie Mitglied des Caritas-Vorstands sowie u. a. im Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend für den Bereich Gleichstellung tätig. Sie studierte Volkswirtschaftslehre und Geschichte in München und Florenz. Darüber hinaus war sie in leitenden Funktionen bei ver.di sowie in Gremien der Bundesagentur für Arbeit und der Deutschen Rentenversicherung Bund aktiv.
Oliver Schenk ist Volkswirt und seit 2024 Mitglied des Europäischen Parlaments für die CDU. Zuvor war er von 2017 bis 2024 Sächsischer Staatsminister für Bundesangelegenheiten sowie Chef der Sächsischen Staatskanzlei. Seine berufliche Laufbahn führte ihn unter anderem in verschiedene leitende Funktionen in der sächsischen Landesverwaltung, in die CDU-Bundesgeschäftsstelle sowie in das Bundesministerium für Gesundheit. Er studierte Volkswirtschaftslehre in Münster.
Stefan Kolev ist Professor für Volkswirtschaftslehre an der Westsächsischen Hochschule Zwickau und wissenschaftlicher Leiter des Ludwig-Erhard-Forums für Wirtschaft und Gesellschaft in Berlin. Er promovierte an der Universität Hamburg und forscht zur Geschichte wirtschaftspolitischer Ideen sowie zur Ordnungspolitik. Zuvor leitete er Forschungsprojekte u. a. zur Planwirtschaft der DDR und ist in verschiedenen wissenschaftlichen Beiräten und Fachgremien aktiv. Seine Arbeit verbindet wirtschaftswissenschaftliche Forschung mit wirtschaftspolitischer Beratung.
Eine gemeinsame Veranstaltung der Katholischen Akademie des Bistums Dresden-Meißen, des Katholischen Forums Erfurt und der Katholischen Akademie Magdeburg.