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05. Dezember 2013 | Donnerstag | 20:00 Uhr | Agricolaforum Chemnitz Archiv
Prof. Dr. Sylvia Wächter, Berlin
„Möchten Sie noch etwas Tee?“
Stolpersteine interkultureller Kommunikation
Eine Aufforderung zum Teetrinken, das Kompliment einer Nachbarin, das Äußern einer Ablehnung, das Formulieren einer Bitte - all dies sind Situationen, die von einem Menschen, der in seiner kulturellen Prägung eher zu „direkter“ Kommunikation neigen wird, missdeutet werden können. Er interpretiert dann die Aussagen „wörtlich“ und nicht so, wie sie eigentlich gemeint sind. So kann die Aufforderung „Möchten Sie noch etwas Tee?“ in einigen Kulturen durchaus die Aufforderung an den Gast bedeuten, endlich zu gehen.
Wie aber lässt sich Gemeintes in Gesagtem und Geschriebenem herausfinden? Wie direkt darf ich sein? Wie indirekt sollte ich sein? Solche Fragen werden an Beispielen deutscher, japanischer und anderer interkultureller Situationen aus Alltags- und Wirtschaftskommunikation erörtert; ebenso werden einige Erklärungsansätze für die jeweiligen Kommunikationsstile vorgestellt.
Prof. Dr. Sylvia Wächter lehrt "Kommunikation im Kontext" an der Universität der Künste Berlin.
TU Chemnitz, Eduard-Theodor-Böttcher-Bau
Altes Heizhaus (Innenhof)
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