30. Oktober 2013 | Mittwoch | 19:00 Uhr | Leibnizforum Leipzig Archiv

Prof. Dr. Dr. Ortrun Riha, Leipzig

Hildegard von Bingen

Heil und Heilung

Hildegard von Bingen (1098–1179) gilt als eine der bedeutendsten Frauen des deutschen Mittelalters und ist weit über die Grenzen ihrer rheinischen Heimat hinaus bekannt. Ihre Zeitgenossen zog sie gleichermaßen in ihren Bann wie Menschen, die heute nach Sinn, Orientierung und Heil suchen. Über ihre im engeren Sinn visionären Schriften hinaus findet auch die Heilkunde der großen Benediktinerin starke Beachtung. Weit entfernt von einer heute oft anzutreffenden fragwürdigen Vermarktung – Dinkelbrot und heilsame Edelsteine – ging es Hildegard um ein umfassendes Bild des gesunden und kranken Menschen. Heil und Heilung, Leib und Seele, Mensch und Welt gehörten für sie zusammen; den in den Kosmos eingebundenen Menschen begriff sie vor dem Hintergrund ihrer christlichen Glaubenssicht.

Prof. Dr. Dr. Ortrun Riha leitet das „Karl-Sudhoff-Institut für Geschichte der Medizin und der Naturwissenschaften“ der Universität Leipzig. Im Rahmen der Werkausgabe Hildegards von Bingen hat sie die heil- und naturkundlichen Schriften neu übersetzt und eingeleitet.

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