Gott in Frankreich

07. April 2022 | Donnerstag | 19:30 Uhr | Leibnizforum Leipzig

Dr. Vera Elisabeth Gerling, Düsseldorf
Dr. Svantje Guinebert, Leipzig
Jennifer Demmel (Lesung)

Solidarität in finsteren Zeiten

Philosophische und literarische Weltsicht in Albert Camus’ Die Pest

Vor 75 Jahren wurde Albert Camus’ „Die Pest“ erstmals veröffentlicht. Der Roman, der den Verlauf einer Pestepidemie in der algerischen Stadt Oran erzählt, erlebte jüngst vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie ein beeindruckendes Revival.

Dabei geriet jedoch in den Hintergrund, dass die von Camus erzählte Geschichte ebenfalls als Allegorie auf das während des Zweiten Weltkriegs besetzte Frankreich und die Résistance gelesen wird. Die Pest wäre demnach ein Sinnbild für diktatorische Bedingungen, für physische und moralische Zerstörung, im Angesicht derer Menschen handeln.

Hier kommt nicht nur Camus’ Philosophie des Absurden zum Tragen. Zugleich entwickelt er literarisch ein Plädoyer für Solidarität und Freundschaft. Somit lohnt es, über die zentralen Gedanken dieses Romans aus Sicht sowohl der Literaturwissenschaft als auch der Philosophie ins Gespräch zu kommen.

 

Die Referent*innen

  • Dr. Vera Elisabeth Gerling ist Akademische Rätin am Institut für Romanistik der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf.
  • Dr. Svantje Guinebert ist Lehrkraft am Institut für Philosophie der Universität Leipzig.

 

Die Veranstaltung findet in Zusammenarbeit mit dem Forschungsinstitut Gesellschaftlicher Zusammenhalt (FGZ) und dem Institut français Leipzig statt.

 

Veranstaltungsort

Institut français Leipzig
Thomaskirchhof 20
04109 Leipzig

Anmeldung

			

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