Kathedralforum Dresden

08. Oktober 2025 | Mittwoch | 18:00 Uhr | Kathedralforum Dresden

Katharina Warda, Berlin

Welche Stimmen fehlen?

Migration und Rassismus in der DDR und Nachwendezeit

Katharina Warda erzählt ostdeutsche Geschichte aus der Perspektive einer in der DDR geborenen Schwarzen Frau und verbindet dabei autobiografische Erfahrungen mit sozialwissenschaftlicher Reflexion. Sie beleuchtet Rassismus, Klassismus und die Abwertungen, die Ostdeutsche seit der Wende erfahren, und schafft so einen Raum für den Austausch über kollektive traumatische Erfahrungen.

Der Begriff „Dunkeldeutschland“, ursprünglich geprägt von abwertenden Narrativen, wird im Werk von Katharina Warda zum Ausgangspunkt für die kritische Reflexion ostdeutscher Identitäten und ihrer Wahrnehmung in der gesamtdeutschen Gesellschaft.

Neben der Lesung wird Raum für Diskussionen geschaffen: Wie prägt die Nachwendezeit bis heute biografische und kollektive Erfahrungen? Welche Perspektiven fehlen in der gängigen Geschichtsschreibung? Und wie können neue Narrative entstehen, die die Vielfalt und Widersprüchlichkeit des Ostens sichtbar machen?

Die Referentin

Katharina Warda ist Autorin des Essays „Der Ort, aus dem ich komme, heißt Dunkeldeutschland“. Sie verbindet ihre wissenschaftliche Arbeit mit einer reflektierten autobiografischen Perspektive, um marginalisierte Geschichten aus Ostdeutschland in den Fokus zu rücken.

Die Veranstaltung findet im Rahmen des Projektes [open] perspectives in Kooperation mit der Evangelischen Akademie Sachsen, dem Internationalen Begegnungszentrum St. Marienthal und der Katholischen Akademie statt.

Sie wird im Rahmen von „Weltoffenes Sachsen“ durch das Sächsische Staatsministerium für Soziales und Gesellschaftlichen Zusammenhalt gefördert und  mitfinanziert aus Steuermitteln auf Grundlage des vom Sächsischen Landtag beschlossenen Haushalts.

 

Veranstaltungsort

Café im Haus der Kirche
Dreikönigskirche
Hauptstraße 23
01097 Dresden

Anmeldung

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