Sturzlage

Heißt „Endlich frei!“ auch „Endlich ich!“ oder eher „Endlich unter uns!“? 30 Jahre Wiedervereinigung, 30 Jahre Demokratie, 30 Jahre Transformation. Was bleibt, wenn sich alles ändert? Und: Waren wir nicht schon einmal da? Klimakrise, Finanzkrise, Kirchenkrise, politische Wende? Wohin geht die Reise und wer gewährleistet Stabilität und Kontinuität? Im 30. Jahr nach der Friedlichen Revolution sehnt sich eine ganze Gesellschaft nach einer Eigenständigkeit, ohne in der Vereinsamung zu versinken. Bei den einen wächst der Drang, Veränderungen aufzuhalten, bei den anderen, umso schneller das Neue herbeizuführen. Mitunter entsteht so Verunsicherung über die Zukunft des Miteinanders in unserem Land. Vielleicht müssen die Ziele für morgen sogar neu definiert werden, wo sich die Hoffnungen von gestern als gescheiterte Utopie erwiesen haben. Inmitten dieses Sturzlage-Szenarios verfolgen Politik und Kirche das Ziel, Frieden zu erreichen, Perspektiven aufzuzeigen, gesellschaftlichen Zusammenhalt und Solidarität zu fördern und ein „gutes Leben“ für alle zu erreichen. Was dies konkret bedeutet und welche Rolle Kirche und Gesellschaft in ihrer gegenseitigen Bezogenheit einnehmen (sollten), diesen Herausforderungen stellt sich die Veranstaltungsreihe „Sturzlage?! Die Sehnsucht nach uns in der Veränderung“.

21. Januar 2020 | Dienstag | 19:00 Uhr | Kathedralforum Dresden Kalendereintrag

Der PoetrySlam

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