Jüdisches Leben in Sachsen

17. November 2021 | Mittwoch | 19:30 Uhr | Jüdisches Leben in Sachsen

Prof. Dr. Oliver Dyma, Münster

Das Neue Testament wurzelt im Alten

Gerechtigkeit und Barmherzigkeit Gottes in beiden Testamenten

Antijüdische Auslegungen der Bibel sind oft in der Annahme begründet, wir fänden im Alten Testament die Vorstellung eines strafenden Gottes, im Neuen Testament aber die eines liebenden Gottes. Diese Gegenüberstellung trifft weder für das Alte noch für das Neue Testament zu. Hinzu kommen falsch verstandene Aussagen wie die Rede von „Auge um Auge, Zahn um Zahn“.

Die schwierigen Aspekte biblischer Gottesvorstellungen sind also ebenso in den Blick zu nehmen als auch die Perspektiven, wie wir mit problematischen Texten der Bibel umzugehen ist.

Grundlegend geht es um die Frage, wie sich Barmherzigkeit und Gerechtigkeit Gottes zueinander verhalten. Dazu werden alt- und neutestamentliche Texte betrachtet. Christliche Rede von Gott kann auf das Alte Testament nicht verzichten, denn das Neue wurzelt im Alten.

 

Prof. Dr. Oliver Dyma hat sich 2013 in Tübingen im Fach Altes Testament habilitiert und lehrt seit 2015 Biblische Theologie an der Katholischen Stiftungshochschule München, Campus Benediktbeuern.

 

Die Veranstaltung findet in Zusammenarbeit mit der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Dresden e.V. statt.

Das Projekt "Jüdisches Leben in Sachsen - eine interreligiöse Perspektive" wird mitfinanziert durch Steuermittel auf der Grundlage des vom sächsischen Landtag beschlossenen Haushaltes. 

 

 

Haus der Kathedrale

Schloßstraße 24
01067 Dresden

Anmeldung

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