Gott in Frankreich

24. März 2022 - 24. März 2022 | Gott in Frankreich

Dr. Dimitri Almeida, Göttingen
Prof. Dr. Francis Messner, Straßburg

Frankreichs Laizität(en)

Die Stellung der Religionen im säkularen Staat

1905 trat in Frankreich das Laizitätsgesetz in Kraft, das eine strenge Trennung von Staat und Kirche festsetzt. Es sichert einerseits allen Bürgern die freie Ausübung ihrer Religion zu, schließt andererseits aber jede staatliche Anerkennung, Finanzierungen oder Subventionierung von Religionsgemeinschaften aus. Religion gilt als Privatsache und ist im öffentlichen Raum daher kaum präsent.

Es gab und gibt zugleich aber Ausnahmen von diesem Prinzip, beispielsweise in den linksrheinischen Departments, in denen frühere Konkordate weiterhin gelten, oder bei der Ernennung von Seelsorgern für Armee und den Strafvollzug. In den vergangenen Jahren wurden in der öffentlichen Debatte in Bezug auf den Islam wieder Stimmen lauter, die eine striktere Durchsetzung der Trennung von Staat und Religion fordern. Laizität wird so zunehmend auch zu einem politischen Kampfbegriff rechtspopulistischer Kräfte.

 

Die Referenten

  • Prof. Dr. Francis Messner ist Direktor em. am Centre national de la recherche scientifique (CNRS) und Professor an der Universität Straßburg.
  • Dr. Dimitri Almeida ist Lehrkraft französische und portugiesische Landeswissenschaft an der Georg-August-Universität Göttingen.

 

Die Veranstaltung findet in Zusammenarbeit mit dem Forschungsinstitut Gesellschaftlicher Zusammenhalt (FGZ) und dem Institut français Leipzig statt.

 

Veranstaltungsort

Theologische Fakultät
Beethovenstraße 25
04107 Leipzig

 

Anmeldung

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07. April 2022 - Solidarität in finsteren Zeiten

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