Wie wir (nicht) leben wollen

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19. März 2020 | Donnerstag | 19:00 Uhr | Agricolaforum Chemnitz

Jost Hasselhorn, Hannover/Cottbus
Ulrich Thiem, Cello, Dresden

Wegen des Risikos der Corona-Infektion abgesagt!

Malevil oder Die Bombe ist gefallen

Im Jahr 1972 veröffentlichte der Autor Robert Merle seinen Roman Malevil. Wie in vielen seiner Romane behandelt er gesellschaftliche Fragestellungen der Gegenwart. Bereits der Titel gibt einen Hinweis auf den Umgang mit der Schuld: ­„Malevil“ könnte auf „male“ (schlecht) und „evil“ (böse) hinweisen. Ein ‚schlechter, böser Ort, an dem in Südfrankreich eines Tages eine Atombombe fällt. Jene, die überleben, führen ein ­primitives Leben fort. Als sie auf andere Überlebende treffen, ­merken sie: Es wird gestohlen und getrickst und auch getötet – nur um zu überleben. Welchen Wert hat die Moral, wenn es um das Existentielle geht? Können Freundschaft und Aufrichtigkeit die passenden Kategorien sein, um Neid und Verzweiflung zu begegnen?
Auch das gesellschaftliche Miteinander hinterfragt der ideenreiche Roman. Denn während unsere Gesellschaft ihr Zusammenleben deliberativ aushandelt, kämpfen Menschen in Krisenregionen vielfach um den Erhalt ihrer Würde. Wie kann es gelingen, das Alltagsleben gemeinsam zu verantworten und demokratisch zu entscheiden?
Der Roman lädt ein, sich mit den Menschen und ihren Grundbedürfnissen zu identifizieren und Strategien eines gelingenden Zusammenlebens von den Ursprüngen her zu entwickeln.

Jost Hasselhorn leitet die Projektstelle „Miteinander Reden. Demokratisches Gemeinwesen stärken“ in Cottbus.
Ulrich Thiem ist freischaffender Cellist.

Die Veranstaltung findet in Zusammenarbeit mit dem Schloßbergmuseum Chemnitz und der Professur Interkulturelle Kommunikation der TU Chemnitz statt.

Schloßbergmuseum

(ehemaliges Benediktinerkloster)
Schloßberg 12
09113 Chemnitz

			

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