Fremde, alte Glaubenswelten

04. März 2020 | Mittwoch | 19:00 Uhr | Leibnizforum Leipzig

PD Dr. Kai Merten, Raunheim/Marburg

Die Hüter der Bundeslade

Die äthiopisch-orthodoxe Kirche

Äthiopien gilt – nach Armenien – als das zweitälteste christliche Land der Welt. Über die Jahrhunderte entwickelte es sich als „eine christliche Insel im muslimischen Meer“ weitgehend unabhängig von der übrigen Christenheit. Dadurch finden sich hier Mentalitäten, die so in keiner anderen orthodoxen Kirche vorkommen. Das Alte Testament hatte dabei einen besonders starken Einfluss: In jeder äthiopisch-orthodoxen Kirche liegt ein Tabot, eine hölzerne Nachbildung der im Original steinernen Tafeln, auf denen die Zehn Gebote vom Sinai niedergeschrieben sind. Denn diese liegen nach dem Glauben der Äthiopier wohl verwahrt in einer Kirche in Aksum im Norden des Landes.

Dr. Kai Merten ist evangelischer Pfarrer in Raunheim und lehrt als Privatdozent für Religionsgeschichte an der Philipps-Universität Marburg.

Propstei St. Trinitatis

Vortragssaal
Nonnenmühlgasse 2
04107 Leipzig

			

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