Kathedralforum Dresden

24. März 2020 | Dienstag | 19:30 Uhr | Kathedralforum Dresden

Prof. Dr. András Máté-Tóth, Szeged

Populismus in Ost und West

30 Jahre nach der Friedlichen Revolution scheinen die Ideale und die Zielsetzungen von damals in Vergessenheit zu geraten. Man spricht heute vorzugsweise über die Zeit danach und vergisst leicht die Zeit davor. Die damals erlebte Wende dient heute den Populisten als Munition in Ost und West, die Artefakte sind heute die harten Fakten, die wenig mit den Umbrüchen selbst zu tun haben. Sich der Ereignisse von 1989 zu erinnern, ist nicht nur Aufgabe der Politik und Sozialwissenschaft, sie ist unser gemeinsames Erbe, mit dem wir zurechtkommen müssen.
Wie ist angemessen über „die Wende“ zu sprechen und wie können die parallelen Erzählungen und Narrative miteinander versöhnt werden? Welchen Beitrag haben die großen Kirchen zur Friedlichen Revolution geleistet, wie haben sie Prestige verloren und wie können sie in dem Diskurs um die Friedliche Revolution das genuin Christliche glaubwürdig präsentieren?

Prof. Dr. András Máté-Tóth ist Professor für Religionswissenschaft an der Universität Szeged.
 

Haus der Kathedrale

Eingang Kanzleigässchen
Schloßstraße 24
01067 Dresden

Termin dem eigenen Kalender hinzufügen