Wie wir (nicht) leben wollen

24. Oktober 2019 | Donnerstag | 19:00 Uhr | Wie wir (nicht) leben wollen

Dr. Sylvia Jurchen, Chemnitz

Unerhörte Schildbürgerstreiche

Oder: Wieviel Fehler braucht der Mensch?

Aus Fehlern lernt man, wie es heißt. Was aber, wenn sich Fehler wiederholen oder das Missgeschick des anderen zum eigenen Nachteil wird? Fehler stellen das menschliche Miteinander auf eine sensible Beziehungsprobe: Wie viel Fehlen darf, wie viel Fehlen braucht der Mensch? Theoretisches Soll und praktisches Muss können je nach Komplexität des Handlungsfeldes stark divergieren. Eine adäquate Fehlerkultur hat dies in Worten und Werken zu berücksichtigen.
Wie ein frecher Text aus dem 16. Jahrhundert zur Entwicklung einer solchen beitragen kann, verdeutlichen die Erzählungen von den Schildbürgern: „Je länger die Schildbürger, na ja, ­Kulturgut waren, vom literarischen Erbe zum Kinderbuch, und von daher zur Alltagsmetapher wurden, desto eindeutiger scheint es: Sie sind dumm. Aber ganz und gar wird die Nachfrage nie verdrängt: Oder stellen sie sich nur dumm?“ (Markus Metz)

Dr. Sylvia Jurchen ist wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Germanistik und Kommunikation der TU Chemnitz.

Die Veranstaltung findet in Zusammenarbeit mit den Kunstsammlungen Chemnitz und der Professur Interkulturelle Kommunikation der TU Chemnitz statt.

Kunstsammlungen Chemnitz

Säulensaal EG
Theaterplatz 1
09111 Chemnitz

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