Krisenphänomene

20. Juni 2017 | Dienstag | 19:00 Uhr | Krisenphänomene

Prof. Dr. Hanna-Barbara Gerl-Falkovitz, Erlangen

(Kar-)Samstag des Glaubens?

Kulturkrise zwischen Tod und Auferstehung

Der jüdisch-europäische Intellektuelle, George Steiner, spricht von der „Samstagslage“ der Kunst, „zwischen dem Freitag mit dem Kreuzestod und grausamen Schmerzen und dem Sonntag der Auferstehung und der reinen Hoffnung. Weder am Tag des Grauens noch am Tag der Freude wird große Kunst geschaffen. Wohl aber am Samstag.“ So gibt es Hinweise, trotz allem, auf ein unterschwelliges religiöses Erwachen mitten in der gegenwärtigen Kultur.

Möglicherweise führt das Erwachen zum erneuten Sehen des früher fraglos Geglaubten, Gelernten und dann aus Überdruss Verworfenen. Der Samstag weiß vom vorangegangenen Tod Gottes, auch wenn er (noch) nicht seine Auferstehung bezeugt.


Prof. Dr. Dr. h. c. Hanna-Barbara Gerl-Falkovitz war Lehrstuhlinhaberin für Religionsphilosophie und vergleichende Religionswissenschaft an der TU Dresden.

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