Kathedralforum Dresden

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19. Januar 2018 | Freitag | 19:00 Uhr | Kathedralforum Dresden

Prof. Dr. Ingolf U. Dalferth, Leipzig
Prof. Dr. Heiner F. Klemme, Halle

Vernunft, Freiheit und das radikale Böse

Immanuel Kants Verständnis von der Autonomie des Menschen

Da der Referent erkrankt ist, entfällt die Veranstaltung leider und wird zu einem späteren Zeitpunkt nachgeholt.

 

Im Angesicht von Terror, Massenmord und Kriegen wird oft Zuflucht beim Bösen gesucht, um zu benennen, was uns moralisch  zutiefst verwerflich erscheint. Immanuel Kants Überlegungen zum radikalen Bösen gehen tiefer und arbeiten Gut und Böse als  anthropologische Konstanten heraus.

Kant klärt aber auch die Möglichkeit moralischer Zuschreibungen überhaupt. Die immer individuelle Entscheidung, wider der vernünftig gebotenen Achtung vor dem moralischen Gesetz - und somit böse - zu handeln, verortet er ebenso in der Sphäre menschlicher Freiheit wie das Tun des Guten. Doch erst durch die Wahl des Guten erweist sich der Mensch aus Kants Sicht als autonom und wesenhaft menschlich.
Die Verbindung von Vernunft, Freiheit und dem radikalen Bösen bei Kant wird von den Referenten am Vortragsabend zunächst nahegebracht, um am Folgetag in einem Lektüreseminar anhand der einschlägigen kantischen Texte noch einmal vertieft erforscht zu werden.

Prof. Dr. Ingolf U. Dalferth lehrt Religionsphilosophie an der Claremont Graduate University in Kalifornien und hat derzeit die Leibniz-Professur in Leipzig inne.

Professor Dr. Heiner F. Klemme lehrt Geschichte der Philosophie an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg und ist Leiter des Immanuel-Kant-Forums in Halle.

Die Vortragsreihe findet statt in Zusammenarbeit mit der Arbeitsgemeinschaft Religionsphilosophie Dresden (ARDD).

Für den darauffolgenden Lektüretag ist eine Anmeldung erforderlich.

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