300. Geburtstag Gottfried A. Homilius

„ohne Widerrede unser größter Kirchenkomponist“

Veranstaltungen anlässlich des 300. Geburtstages
von Gottfried August Homilius

Von den Kantoren an den Dresdner Stadtkirchen erreichte Gottfried August Homilius (1714-1785) mit seinen Werken unter den Zeitgenossen und wenigstens noch zwei Genera­tionen nach seinem Tod überregionale Aufmerksamkeit. Abschriften finden sich bis heute im gesamten deutschsprachig-protestantischen Europa und in Einzelfällen auch darüber hinaus.
Später unterlagen seine Kompositionen dem verbreiteten Verdikt des „Verfalls“ der evangelischen Kirchenmusik und selbst in der sächsischen Residenzstadt beschränkte sich die Kenntnis auf wenige Motetten und Orgelwerke.

Im Zuge eines wachsenden Interesses an der älteren ­Dresdner Musikgeschichte und an der evangelischen Kirchen­musik des ausgehenden 18. Jahrhunderts rücken auch die Kompositionen von ­Homilius zunehmend in das Blickfeld des interessierten ­Publikums. So bietet die 300. Wiederkehr seines Geburtstages eine ­willkommene Gelegenheit nicht nur zu Wiederaufführungen, sondern auch für eine Bilanz des gegenwärtigen Wissens zu diesem Komponisten und die Diskussion offener Fragen.

Gottfried August Homilius

Wurde am 2. Februar 1714 in Rosenthal in der Sächsischen Schweiz geboren. Nach dem Besuch der Annenschule in Dresden studierte er in Leipzig ab 1735 Jura. Als Frauenkirchenorganist war er zunächst ab 1742 und anschließend von 1755 bis zu seinem Tod am 2. Juni 1785 als Kreuzkantor in Dresden tätig. Er kann wohl als einer der bedeutendsten Kirchenmusiker seiner Zeit bezeichnet werden.

Flyer Symposium mit begleitenden Veranstaltungen