Wie wir (nicht) leben wollen

17. Oktober 2019 | Donnerstag | 19:00 Uhr | Agricolaforum Chemnitz

Prof. Dr. Dr. Stefan Brunnhuber, Dresden

Die offene Gesellschaft

Plädoyer für eine Ordnung der Freiheit

Ob sich Geschichte wiederholt, wird immer wieder diskutiert. Aktuell verdichten sich die Anzeichen, dass wiederkehrt, was als überwunden galt: geschlossene, illiberale Gesellschaften, die sich vor allem über Ausgrenzung definieren. „Die offene Gesellschaft und ihre Feinde“ – der Titel des Hauptwerks von Karl Popper – scheint aktueller denn je.
Im Angesicht von Holocaust und Zweitem Weltkrieg wirkte die Veröffentlichung 1945 als politisches Signal. Was Popper darin verurteilte, waren geschlossene Ideologien – Gesinnungen also, die heute wiederkehren, ob in Trumps Amerika, Orbans Ungarn oder in der Türkei Erdoğans. Handelt es sich dabei nur um ein vorübergehendes Phänomen oder erwächst hier Gefahr?
Was zeichnet eine offene Gesellschaft aus? Und wie lässt sich Poppers Konzept in das noch junge, aber mächtige 21. Jahrhundert übersetzen? Wie gelingt ein neues Verhältnis von ­Kritik, Freiheit und politischer Ordnung als Voraussetzung ­einer friedlichen und pluralen Gesellschaft?

Prof. Dr. Dr. Stefan Brunnhuber ist Mediziner und Wirtschaftssoziologe, Psychiater und Ökonom. Er lehrt Psychologie und Nachhaltigkeit an der Hochschule Mittweida.

Die Veranstaltung findet in Zusammenarbeit mit den Kunstsammlungen Chemnitz und der Professur Interkulturelle Kommunikation der TU Chemnitz statt.

Kunstsammlungen Chemnitz

Säulensaal EG
Theaterplatz 1
09111 Chemnitz

Weitere Veranstaltungen dieser Reihe

24. Oktober 2019 - Unerhörte Schildbürgerstreiche
14. November 2019 - „Liebe deinen Nächsten wie dich selbst.“
29. November 2019 - Manipuliert und missbraucht

Termin dem eigenen Kalender hinzufügen