Menschsein zwischen Produkt und Gabe

18. April 2018 | Mittwoch | 19:30 Uhr | Agricolaforum Chemnitz

Prof. Dr. Johannes Brantl, Trier
N.N.

Zwei, drei – oder wie viele Eltern?

Eizellenspende und Leihmutterschaft in der aktuellen Diskussion

Bei einer unkontrollierten Anwendung der modernen Reproduktionsmedizin kann ein Kind heute bis zu sechs Eltern haben. Eine derart aufgespaltene Elternschaft entspricht wohl kaum der Würde und dem Wohl der betroffenen Kinder. Deshalb sind Eizellenspende und Leihmutterschaft in Deutschland mit guten Gründen verboten. Andererseits werden Forderungen nach einem neuen „Fortpflanzungsmedizingesetz“ lauter – vor allem vor dem Hintergrund der leidvollen Situation ungewollt kinderloser Paare und der liberalen Praxis in vielen anderen Ländern.

Gerade aber das internationale Geschäft mit Eizellen und Leihmüttern lässt deutliche Formen der Ausbeutung erkennen. Frauen sehen sich vor allem aus ökonomischen Gründen dazu genötigt, ihre Gebärmutter und ihre Keimzellen den Lebenszielen anderer zur Verfügung zu stellen. Fragen nach den körperlichen und seelischen Folgen für die Betroffenen sowie nach den sinnvollen Grenzen einer „wunscherfüllenden Medizin“ erscheinen vor diesem Hintergrund heute aktueller denn je.

Prof. Dr. Johannes Brantl lehrt Moraltheologie an der Theologischen Fakultät der Universität Trier.

Die Veranstaltung findet statt in Kooperation mit der City Seelsorge Chemnitz aus Anlass der ökumenischen "Woche für das Leben".

TU Chemnitz, Eduard-Theodor-Böttcher-Bau

Altes Heizhaus (Innenhof)
Straße der Nationen 62
09111 Chemnitz

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