Hass und Hetze

12. Oktober 2017 | Donnerstag | 19:30 Uhr | Agricolaforum Chemnitz

Prof. Dr. Jörg Meibauer, Mainz

Zielscheibe Menschenwürde

Wenn Hassrede den Diskurs bestimmt

Über 90 Prozent der 14- bis 24-Jährigen in Deutschland haben im Jahr 2017 schon Hass im Internet erlebt und gesehen. Hate Speech (Hassrede) erlebt mit dem Web 2.0 eine neue Relevanz, denn der sprachliche Ausdruck von Hass gegen Personen oder Gruppen verliert das Gegenüber. Es geht den Hassrednern darum, andere Personen oder Gruppen herabzusetzen, zu verunglimpfen oder sogar zur Gewaltanwendung aufzurufen.

Nicht alle Hassreden setzen aber voraus, dass die Sprecher tatsächlich aktuellen Hass empfinden. Oft wollen Sie systematisch Hetze betreiben. Volksverhetzung aber ist ebenso wie Beleidigung in Deutschland ein Straftatbestand. Genaue sprachliche und juristische Kriterien – auch für Hassreden im Internet – sind die Voraussetzung für eine wirkungsvolle Bekämpfung.

 

Prof. Jörg Meibauer lehrt Deskriptive Sprachwissenschaft an der Johannes-Gutenberg-Universität Mainz.

Die Veranstaltungsreihe findet statt in Zusammenarbeit mit der Professur Interkulturelle Kommunikation der TU Chemnitz.

TU Chemnitz, Eduard-Theodor-Böttcher-Bau

Altes Heizhaus (Innenhof)
Straße der Nationen 62
09111 Chemnitz

			

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