Herbstvorträge in der Propstei

27. September 2017 | Mittwoch | 19:30 Uhr | Agricolaforum Chemnitz

Dr. Jens Bulisch, Crostwitz

Das Bistum Meißen in der Reformationszeit

Meißen war im mittelalterlichen Deutschland eines der größten Bistümer. Dennoch galt es überregional nicht als bedeutend. Das Domkapitel und die Bischöfe waren im Laufe der Zeit in enge Abhängigkeit zu den wettinischen Fürsten geraten, und die Führungselite des Bistums rekrutierte sich meist aus dem regionalen Umfeld. So stand das Bistum nicht an vorderer Stelle des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation. Mit der Reformationszeit änderte sich dies, als das Bistum Meißen schon durch die räumliche Nähe zu Wittenberg in den Brennpunkt des Geschehens rückte. Die durch die reformatorischen Veränderungen bewirkte Auflösung der Diözese zog sich fast ein Dreivierteljahrhundert hin. Bis heute bleibt eindrücklich, wie Bischöfe versuchten, der kirchlichen Spaltung entgegenzusteuern, auch mit theologisch bemerkenswerten Argumenten.


Dr. Jens Bulisch ist Kirchenhistoriker und Diakon des Bistums Dresden-Meißen.

Propstei St. Johannes Nepomuk

Hohe Straße 1
09112 Chemnitz

			

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