Herbstvorträge in der Propstei

20. September 2017 | Mittwoch | 19:30 Uhr | Agricolaforum Chemnitz

Uwe Fiedler, Chemnitz

Zwischen Reich, Land und Stadt

Das Chemnitzer Benediktinerkloster im Mittelalter

Wo sich heute das Schloßbergmuseum befindet, stifteten um das Jahr 1136 Kaiser Lothar von Supplinburg und seine Gattin Richenza im noch weitgehend unbesiedelten Land südlich der um Rochlitz gelegenen Waldgrenze ein Kloster. Diese Gründung diente der Stabilisierung der kaiserlichen Macht gegenüber den immer stärker werdenden Territorialkräften. Vom Benediktinerkloster aus erfolgte die Besiedlung des gesamten westlichen Gebirgsraumes. Den Status der Reichsunmittelbarkeit nutzten die Äbte des überregional bedeutsamen Benediktinerklosters am „lokus kameniz dictus“ immer wieder, um ihre Interessen gegenüber der Stadt Chemnitz und den sächsischen Fürsten zu behaupten. Die Einführung der Reformation im albertinischen Sachsen konnten die letzten beiden Äbte aber nicht verhindern. 1541 wurde auch dieses Kloster aufgelöst.


Uwe Fiedler ist Direktor des Schloßbergmuseums Chemnitz.

Propstei St. Johannes Nepomuk

Hohe Straße 1
09112 Chemnitz

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