Station Museum Gunzenhauser

16. Februar 2016 | Dienstag | 19:00 Uhr | Agricolaforum Chemnitz

Dr. Meike Hoffmann, Berlin

Im Kampf um die "Brücke"

Die Familie Gurlitt als früher Förderer

Die Sammlung der Familie Gurlitt stand 2012/2013 im Mittelpunkt des „Schwabinger Kunstfunds“. Der Einfluss der Familie Gurlitt auf das Schaffen der „Brücke“-Künstler wird auf neue Weise sichtbar in bisher unpublizierten schriftlichen Äußerungen von Vater Cornelius und Sohn Hildebrand Gurlitt. So gibt es von Cornelius Gurlitt einen längeren Text über „Stilwandlungen“, den er explizit im Hinblick auf „Die BRÜCKE“ 1912 verfasste. Ebenfalls bisher unbekannt waren die Erinnerungen von Hildebrand Gurlitt an den Besuch der ersten Brücke-Ausstellung in der Lampenfabrik Seifert in Dresden 1906. Dabei geht es hauptsächlich um Nietzsches Philosophie und das Wiedererstarken Deutschlands als Kunstnation. Auch verdienen die Bedeutung der Galerie Fritz Gurlitt für die Brücke-Künstler sowie Hildebrand Gurlitts späteres Eintreten für die Werke und ihre Einbeziehung in die von ihm aufgebauten Sammlungen neue Beachtung.

Dr. Meike Hoffmann ist wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Forschungsstelle „Entartete Kunst“ an der Freien Universität Berlin.
Durch die Sonderausstellung führt im Anschluss an den Vortrag Frau Anja Richter, Kuratorin des Museums Gunzenhauser.

Die Veranstaltung findet statt in Zusammenarbeit mit den Kunstsammlungen Chemnitz – Museum Gunzenhauser im Begleitprogramm zur Ausstellung „Erich Heckel in Chemnitz“.

(Eintritt 3€/ermäßigt 2€)
 

Kunstsammlungen Chemnitz

Museum Gunzenhauser
Stollberger Straße 2
09119 Chemnitz

			

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