09. Oktober 2014 | Donnerstag | 20:00 Uhr | Agricolaforum Chemnitz

Prof. Dr. Albert Franz, Dresden

Warum soll Gott dreifaltig sein?

Die Lehre von der göttlichen Dreifaltigkeit gilt als Kerninhalt christlichen Glaubens. Sie verweist auf das entscheidend und unterscheidend Christliche im Verständnis Gottes. Dabei darf jedoch nicht übersehen werden, dass sich Vorstellungen von einer göttlichen Dreiheit und „ trinitarische“ Gottesbilder in einem sehr weiten und vielfältigen Sinn in den unterschiedlichsten religiösen Kulturen und Traditionen finden. Die Frage nach den entsprechenden Hintergründen und Zusammenhängen führt zu den Besonderheiten der Trinitätslehre innerhalb des christlichen Glaubens an den Einen Gott. Letztlich geht es um das Problem der Vereinbarkeit von Monotheismus und Trinität und damit um den Sinn christlicher „Gottesrede“ überhaupt. Mit den Worten des protestantischen Theologen Eberhard Jüngel: Die Trinitätslehre ist „der unerlässlich schwierige Ausdruck der einfachen Wahrheit, dass Gott lebt, weil Gott als Liebe lebt“.

Prof. Franz lehrte Systematische Theologie an der TU Dresden und leitet das DFG-Forschungs- und Editionsprojekt zu Franz von Baader.

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