Leibnizforum Leipzig

10. April 2019 | Mittwoch | 19:00 Uhr | Leibnizforum Leipzig

Prof. Dr. Hans Zollner SJ, Rom

Schweigen mit System?

Wie Präventionsarbeit in der Katholischen Kirche ­gelingen kann

Wohl kaum ein kirchliches Thema hat die Öffentlichkeit im letzten Jahr stärker in Atem gehalten als Enthüllungen jahrzehntelangen sexuellen Missbrauchs an Minderjährigen und die langjährige bewusste Vertuschung durch kirchliche Leitungsinstanzen. Egal ob Deutschland, die USA, Australien, Chile oder Frankreich: Überall wird das Agieren kirchlicher Führungspersönlichkeiten – Papst Franziskus eingeschlossen – angesichts entsetzlicher Taten zu Recht entschieden hinterfragt.

Der Jesuit Hans Zollner verantwortet den Kampf gegen Kindesmissbrauch auf weltkirchlicher Ebene. Er berichtet von den Herausforderungen in der Präventionsarbeit, den Möglichkeiten für mehr Kindesschutz und stellt sich den kritischen Fragen: Wie gelingt Präventionsarbeit in einer Weltkirche über alle kulturellen Grenzen und Unterschiede hinweg? Welche notwendigen Anpassungen im kirchlichen Strafrecht, in der Priesterausbildung und in der priesterlichen Lebensweise sind jetzt vorzunehmen? Gibt es wirkmächtige theologische Konzepte, die Missbrauch und dessen Vertuschung begünstigt haben? Was können Christinnen und Christen vor Ort tun, um Strukturen, die Missbrauch ermöglichen, entgegenzuwirken? Denn letztlich ist entscheidend, sexuellen Missbrauch von Kindern und Jugendlichen weltweit zu verhindern.

 

Prof. Dr. Hans Zollner SJ ist Präsident des Centre for Child Protection der Päpstlichen Universität Gregoriana und Mitglied der Päpstlichen Kommission für den Schutz von Minderjährigen sowie Berater der Kongregation für den Klerus.

Propstei St. Trinitatis

Vortragssaal
Nonnenmühlgasse 2
04107 Leipzig

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