Hass und Hetze

24. Oktober 2018 | Mittwoch | 19:00 Uhr | Leibnizforum Leipzig

Prof. Dr. Jörg Meibauer, Mainz

Zielscheibe Menschenwürde

Wenn Hassrede den Diskurs bestimmt

Über 90 Prozent der 14- bis 24-Jährigen in Deutschland haben im Jahr 2017 Hass im Netz erlebt oder gesehen. Hate Speech (Hassrede) erlebt mit dem Web 2.0 eine neue Relevanz, denn der sprachliche Ausdruck von Hass gegen Personen oder Gruppen verliert das Gegenüber. Hassrednern geht es darum, andere Personen oder Gruppen herabzusetzen, zu verun- glimpfen oder sogar zur Gewaltanwendung aufzurufen. Nicht alle Hassreden setzen voraus, dass die Sprecher tatsächlich aktuellen Hass empfinden. Oft ist es das Ziel, systematisch Hetze zu betreiben. Volksverhetzung aber ist – ebenso wie Beleidigung – in Deutschland ein Straftatbestand. Genaue sprachliche und juristische Kriterien sind die Voraussetzung für die wirkungsvolle Bekämpfung von Hassreden, gerade auch im Internet.

 

Prof. Dr. Jörg Meibauer lehrt Deskriptive Sprachwissenschaft an der Johannes-Gutenberg-Universität Mainz. 

Die Tagung ist im sächsischen Fortbildungs-Onlinekatalog für Pädagog*innen unter der Veranstaltungsnummer EXT04385 als Fortbildung ausgewiesen.

Stadtbibliothek Leipzig

Saal Huldreich Groß, 4. OG
Wilhelm-Leuschner-Platz 10/11
04107 Leipzig

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