Hass und Hetze

04. Oktober 2018 | Donnerstag | 19:00 Uhr | Leibnizforum Leipzig

PD Dr. Oliver Decker, Leipzig
Barbara Handke, Leipzig
Hassan Soilihi Mzé, Leipzig

Fall der Mauer – Verfall des Anstands?

Vom biographischen Riss zur gesellschaftlichen Spaltung?

Ähnlich wie für die Protagonisten in Barbara Handkes Roman „Wo ist Norden“ bedeutete 1989 für die meisten Menschen in Ostdeutschland einen enormen biographischen Einschnitt. Die sich an die Friedliche Revolution anschließenden Erfahrungen des Abschieds, Umbruchs, Machtverlusts und der Transformation bestimmen auch heute das politische Denken und Handeln. Kann jedoch davon gesprochen werden, dass gesellschaftliche Verrohungstendenzen wie Hasskommentare in den sozialen Netzwerken und Schreichöre bei Politikerbesuchen eine Folge jener Erlebnisse oder gar ein Spezifikum Ostdeutschlands sind? Was bedeutet dies für junge Menschen, die gerade in Ostdeutschland aufwachsen? Könnte ein anderer Umgang mit prägenden Erfahrungen aus der Zeit nach 1989 dazu beitragen, wieder konstruktiver miteinander zu diskutieren? Die Podiumsgäste suchen nach Antworten und schlagen dabei Brücken zwischen ihren Erfahrungen aus Wissenschaft, Literatur und Politik.

 

PD Dr. Oliver Decker ist Direktor des Kompetenzzentrums für Rechtsextremismus - und Demokratieforschung an der Uni- versität Leipzig.
Barbara Handke ist Lektorin in Leipzig und veröffentlichte 2018 den Roman „Wo ist Norden“.

 

Hassan Soilihi Mzé ist Germanist und Historiker und war bis Juni 2018 Vorsitzender der Leipziger SPD.

Stadtbibliothek Leipzig

Saal Huldreich Groß, 4. OG
Wilhelm-Leuschner-Platz 10/11
04107 Leipzig

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