Was heißt hier Abendland?

19. September 2017 | Dienstag | 19:00 Uhr | Leibnizforum Leipzig

Prof. Dr. Stephan Freund, Magdeburg

Alte Namen, neue Inhalte

Kaiser- und Papsttum vom 4. bis zum 11. Jahrhundert

Kaisertum und Papsttum waren zunächst Phänomene der Antike, die seit dem ersten Drittel des 4. Jahrhunderts zunehmend in Kontakt miteinander traten. Seit dem Untergang des westlichen Kaisertums bildeten sich auf dessen Gebiet bis zum Ende des 8. Jahrhunderts christlich geprägte Reiche, die man später als „Abendland“ bezeichnete. Mit der Kaiserkrönung Karls des Großen im Jahre 800 wurde schließlich der antike Herrschaftsbegriff mit neuem Inhalt gefüllt und es kam zu einer wechselseitigen, von zahlreichen Brüchen und Diskursen gekennzeichneten Beziehung zum Papsttum. Ihren Höhepunkt erreichten diese Beziehungen in der Mitte des 11.  Jahrhunderts, gerieten aber bereits wenige Jahrzehnte später in eine tiefe Krise. An den entscheidenden Wegmarken dieser Entwicklung ebenso wie an wichtigen Protagonisten lässt sich der grundlegende Strukturwandel von der Antike ins Mittelalter aufzeigen.


Prof. Dr. Stephan Freund lehrt Mittelalterliche Geschichte an der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg.

Stadtbibliothek Leipzig

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04107 Leipzig

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