(K)ein ganz normales Leben?

21. November 2019 | Donnerstag | 18:30 Uhr | Leibnizforum Leipzig

Katrin Behr, Berlin
Prof. Dr. Florian Steger, Ulm

Weggenommen und weggesperrt

Was passierte, wenn man nicht ins Gesellschaftsbild der DDR passte

Das von der SED propagierte Menschenbild wurde in den 1950er Jahren mit dem Begriff „neuer Mensch“ bezeichnet. Es hatte zum Ziel, die Menschen nach sozialistischem Vorbild zu erziehen und die Macht der SED zu sichern. Doch was passierte mit Bürgerinnen und Bürgern, die nicht ins System passten? Oft reichte schon eine Denunziation oder ein Verdacht, dass schwerwiegend in das Leben vieler Menschen eingegriffen wurde. Die Referenten zeigen beispielhaft anhand von venerologischen Stationen zur Behandlung von Geschlechtskrankheiten – im Volksmund auch „Tripperburgen“ genannt – und dem Einsatz von Zwangsadoptionen zwei Aspekte dieser Frage auf.

Katrin Behr gründete den Verein „OvZ-DDR e. V. – Hilfe für die Opfer von DDR-Zwangsadoptionen“ und ist beim Dachverband der Union der Opferverbände Kommunistischer Gewaltherrschaft e. V. tätig.
Prof. Dr. Florian Steger ist Medizinhistoriker. Seit Juli 2016 leitet er das Institut für Geschichte, Theorie und Ethik der Medizin an der Universität Ulm.

Die Veranstaltung findet in Zusammenarbeit mit dem Politischen Bildungsforum Sachsen der Konrad-Adenauer-Stiftung e. V. statt.

Museum der bildenden Künste

Katharinenstraße 10
04109 Leipzig

Weitere Veranstaltungen dieser Reihe

07. November 2019 - Die Friedliche Revolution und ihre Vorarbeiter
26. November 2019 - Was uns prägt und was uns eint

Termin dem eigenen Kalender hinzufügen