(K)ein ganz normales Leben?

21. November 2019 | Donnerstag | 18:30 Uhr | Leibnizforum Leipzig

Katrin Behr, Berlin
Singora-Viola Greiner-Willibald, Berlin
Dr. Agnès Arp, Jena

Weggenommen und weggesperrt

Was passierte, wenn man nicht ins Gesellschaftsbild der DDR passte

Das von der SED propagierte Menschenbild wurde in den 1950er Jahren mit dem Begriff „neuer Mensch“ bezeichnet. Es hatte zum Ziel, die Menschen nach sozialistischem Vorbild zu erziehen und die Macht der SED zu sichern. Doch was passierte mit Bürgerinnen und Bürgern, die nicht ins System passten? Oft reichte schon eine Denunziation oder ein Verdacht, dass schwerwiegend in das Leben vieler Menschen eingegriffen wurde. Die Referenten zeigen beispielhaft anhand von venerologischen Stationen zur Behandlung von Geschlechtskrankheiten – im Volksmund auch „Tripperburgen“ genannt – und dem Einsatz von Zwangsadoptionen zwei Aspekte dieser Frage auf.

Katrin Behr gründete den Verein „OvZ-DDR e. V. – Hilfe für die Opfer von DDR-Zwangsadoptionen“ und ist beim Dachverband der Union der Opferverbände Kommunistischer Gewaltherrschaft e. V. tätig.

Singora-Viola Greiner-Willibald ist stellvertretende Vorsitzende des OvZ-DDR e.V. - Hilfe für die Opfer von DDR-Zwangsadoptionen.

Dr. Agnès Arp ist Historikerin und forscht zum Thema DDR-Zwangsadoptionen.

Die Veranstaltung findet in Zusammenarbeit mit dem Politischen Bildungsforum Sachsen der Konrad-Adenauer-Stiftung e. V. statt.

Museum der bildenden Künste

Katharinenstraße 10
04109 Leipzig

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