Seiner Zeit voraus!

11. April 2019 | Donnerstag | 19:30 Uhr | Kathedralforum Dresden

Prof. Dr. Frank E. W. Zschaler, Eichstätt

Königssohn, Priester und politischer Mensch

Prinz Max von Sachsen in den Wirren des 20. Jahrhunderts

Am 4. Juli 1913 veröffentlichte die „Wiesbadener Zeitung“ ein zunächst anonymisiertes Interview „mit einem bekannten Gliede eines deutschen Königshauses“. Der Interviewte warnte vor einem neuen, großen Konflikt, der ganz Europa treffen könne. Es war Prinz Max von Sachsen, der bereits ein Jahr vor Ausbruch des Kriegs die Gefahr benannte. Der politisch hellwache Mensch scheute sich nicht, als Priester kritisch anzusprechen, was ihm kritikwürdig erschien. Offenheit und Achtung sowie ein lebenslanges Engagement in der Friedensbewegung prägten einen eindrucksvollen Menschen, dem das offene Wort wichtiger war als diplomatische Zurückhaltung. Die Zugehörigkeit zu einer der ältesten deutschen Dynastien verschaffte ihm auch bei denjenigen Gehör, die ihm lieber nicht zugehört hätten.

Im Rahmen des Pontifikalamtswird das Testament von Max von Sachsen abschließend vollstreckt, was nach seinem Tod im Januar 1951 in Fribourg aufgrund des Kalten Krieges nicht möglich war. An ihn schließt sich die Festakademie an.

 

Prof. Dr. Frank E. W. Zschaler lehrt Wirtschafts- und Sozialgeschichte an der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt.

 

Die Veranstaltung findet aus Anlass der Woche der Brüderlichkeit statt in Zusammenarbeit mit der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit e. V.

 

Hinweis: Bereits 18:00 Uhr findet aus diesem Anlass in der Dresdner Kathedrale ein Pontifikalamt mit den Bischöfen Heinrich Timmerevers und Gregor Maria Hanke statt.

 
Haus der Kathedrale

Eingang Kanzleigässchen
Schloßstraße 24
01067 Dresden

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