Kathedralforum Dresden

20. März 2019 | Mittwoch | 19:00 Uhr | Kathedralforum Dresden

Prof. Dr. Magnus Striet, Freiburg

Wem gehört Jesus?

Christologie in jüdischer Perspektive

Als der Rabbiner Leo Baeck im Jahr 1937 schrieb, dass Jesus „ein Jude unter Juden“ war, war dies eine politische Provokation. Aufzuhalten vermochte er den Massenmord an den Juden nicht. Seit dem ausgehenden 19. Jahrhundert entdecken jüdische Gelehrte Jesus wieder als einen der ihren. Diese Tatsache enthält auch eine massive christlich-theologische Provokation. Was bedeutet es, wenn der historische Jesus ganz aus dem Judentum seiner Zeit zu verstehen ist? Könnte es sein, dass er von theologischen Denkfiguren verstellt worden ist, die das Verhältnis von Judentum und Christentum bis heute belasten? Ist hier Aufräumarbeit angezeigt, ohne dass aus christlicher Sicht das besondere Bekenntnis zum Juden Jesus als dem Christus aufgegeben werden müsste?

 

Prof. Dr. Magnus Striet lehrt Fundamentaltheologie und Philosophische Anthropologie an der Universität Freiburg.

 

Die Veranstaltung findet statt in Zusammenarbeit mit der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Dresden e. V.

 
Haus der Kathedrale

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