Täter & Komplizen

29. November 2018 | Donnerstag | 19:30 Uhr | Kathedralforum Dresden

Bischof Heinrich Timmerevers, Dresden

Gelingende Versöhnung

Eine pastoraltheologische Perspektive

Die Geschichte der Welt ist eine Geschichte von Opfern und Tätern. Unzählige Menschen werden jeden Tag verletzt, gedemütigt und ihrer Lebensmöglichkeiten beraubt. Verfeindete Staaten stehen sich unversöhnlich gegenüber. Opfern ist es oftmals kaum möglich, Tätern zu verzeihen. Täter weigern sich, ihre Schuld einzugestehen. Dennoch behauptet Paulus im 2. Korintherbrief, dass Gott die Welt „in Christus mit sich versöhnt“ habe. Warum glauben Christen, dass Gott Versöhnung stiften kann? Sicher ist: Gottes Angebot zur Versöhnung kann nicht an den Menschen vorbei erfolgen. Sein Aufruf zur Versöhnung ist eine große Herausforderung – sowohl für die Täter als auch für die Opfer. Denn der Weg zur Versöhnung ist heilsam und schmerzhaft zugleich. Die Bereitschaft zur Versöhnung verändert die Situation und kann bislang ungeahnte Wege des Miteinanders eröffnen. Doch wie kann Versöhnung konkret gelingen? Am Ende stehen Fragen: Scheitert Gottes Versöhnungswille, wenn Menschen erlittene Verletzungen nicht verzeihen können? Und: Gibt es Möglichkeiten des Verzeihens, auch über den Tod hinaus?

Heinrich Timmerevers ist Bischof von Dresden-Meißen.

Haus der Kathedrale

Eingang Kanzleigässchen
Schloßstraße 24
01067 Dresden

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