ErinnerungMachtZukunft

03. April 2018 | Dienstag | 19:30 Uhr | Kathedralforum Dresden

Lutz Rathenow, Dresden

Mit dem Schlimmsten wird gerechnet

Gedanken zwischen widerspenstigem Freiheitsgeist und diktatorischer Bürokratie

Fast 30 Jahre nach der Friedlichen Revolution kennt eine ganze Generation die DDR nur noch aus Geschichtsbüchern und der Vergangenheitsbewältigung. Damit stellt eine gelungene familiäre und gesellschaftliche Erinnerungskultur über den vergangenen Staat eine zentrale Herausforderung für die Bildung nachwachsender Generationen dar. Denn vielfach ist der persönliche Einsatz für Freiheit und Demokratie erst durch die Aufklärung über die SED-Diktatur schätzbar. Der Vortrag nimmt die Perspektive des Betroffenen und Reflektierenden zugleich ein. Denn als Student gründete Lutz Rathenow in Jena den Arbeitskreis Literatur und Lyrik, wurde von der Staatssicherheit verfolgt, exmatrikuliert und inhaftiert. Einer Ausbürgerung aus der DDR widersetzte er sich und engagierte sich stattdessen als freier Schriftsteller in der unabhängigen Friedens- und Bürgerrechtsbewegung. 2011 wählte ihn der Sächsischen Landtag zum Landesbeauftragten zur Aufarbeitung der SED-Diktatur im Freistaat.

Damit wird der Zeitzeuge zum Beobachter und entwickelt an der Schnittstelle von widerspenstigen Freiheitsgeist und diktatorischer Bürokratie eine ungeahnte Zukunftskraft.

Die Veranstaltung findet statt in Kooperation mit den Städtischen Bibliotheken Dresden.

Städtische Bibliotheken Dresden

Vortragssaal der Zentralbibliothek
Schloßstraße 2
01067 Dresden

			

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