ErinnerungMachtZukunft

03. April 2018 | Dienstag | 20:00 Uhr | Kathedralforum Dresden

Prof. Myroslav Marynovych, Lemberg
Dr. Jörg Lüer, Berlin
Simultanübersetzung: Pfr. Bohdan Luka, Dresden

Wer von Versöhnung spricht

... darf von erlittener Gewalt nicht schweigen

Gewalterfahrungen und ihre Folgen prägen insbesondere nach Kriegen und Diktaturen sowohl die gesellschaftlichen als auch die persönlichen Beziehungen nachhaltig. Ein konstruktiver, auf Versöhnung und Heilung zielender Umgang mit diesen Prägungen stellt eine wesentliche Herausforderung für die betroffenen Personen, Gruppen und Gesellschaften dar.

Die häufig anzutreffende, übereilte Rede von Versöhnung wird dabei den Problemen in der Regel nicht gerecht, da sie die Tiefe und Vielschichtigkeit der Verletzungen oftmals überspringt und damit wesentliche Voraussetzungen für den Eintritt in einen Versöhnungsprozess nimmt. Nicht weniger gibt es jedoch vielzählige ermutigende Erfahrungen, wie sich diesen Herausforderungen
gestellt werden und Versöhnung gelingen kann.

 

Prof. Myroslav Marynovych war viele Jahre politischer Häftling in der Sowjetunion, ist Vizerektor der griechisch-katholischen Universität in Lemberg und Mitbegründer des Helsinki-Komitees in der Ukraine.

Dr. Jörg Lüer ist stellvertretender Vorsitzender der Maximilian- Kolbe-Stiftung und Leiter der Berlin-Vertretung der Deutschen Kommission Justitia et Pax.

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