Kathedralforum Dresden

12. Februar 2018 | Montag | 19:00 Uhr | Kathedralforum Dresden

Guy Band, Jerusalem

Erinnerung als gesellschaftliches Gebot?

Vom Umgang der israelischen Gesellschaft mit der Shoah

Der Erinnerung Raum zu geben, ist heute angesichts wachsender Tendenzen zur Geschichtsverdrängung besonders notwendig. Die Erinnerungskultur zum 13. Februar in Dresden führt dies jedes Jahr vor Augen. Angesichts ihrer Traditionen können gerade die Religionen wichtige Impulse für ein gelungenes Erinnern bieten. Beispielhaft verbindet die Aktion Sühnezeichen Friedensdienste (ASF) in Israel Erinnerung mit praktischer Arbeit über religiöse und kulturelle Grenzen hinweg. Unter anderem entsendet sie deutsche Freiwillige nach Israel und israelische Freiwillige nach Deutschland und organisiert Begegnungsprogramme für Azubis sowie deutsch-israelischen Jugendaustausch. Dabei lernen die Teilnehmenden die Erinnerungskulturen in Deutschland und Israel kennen. Der inzwischen über Generationen hinweg gewachsene Austausch bietet Chancen, voneinander zu lernen. Denn er gibt einen Einblick in die jüdische Tradition. Bis heute gehört das kollektive wie auch das individuelle Erinnern nicht nur zur Identität Israels, sondern ist auch tief in der jüdischen Tradition verwurzelt. Wie gingen und gehen unterschiedliche Strömungen der jüdischen Gesellschaft in Israel vor und nach der Staatsgründung damit um? Wie wirkt sich das auf den israelischen Alltag aus? Und welches Potential bietet die erinnernde Friedensarbeit für den kulturellen und religiösen Dialog?

Guy Band ist Landesbeauftragter der Aktion Sühnezeichen Friedensdienste in Israel.

Die Veranstaltung findet statt in Zusammenarbeit mit der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit und wird gefördert im Rahmen des Landesprogramms „Weltoffenes Sachsen für Demokratie und Toleranz“.

Haus der Kathedrale

Eingang Kanzleigässchen
Schloßstraße 24
01067 Dresden

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