Kathedralforum Dresden

24. Oktober 2017 | Dienstag | 19:00 Uhr | Kathedralforum Dresden

Prof. Dr. Rudolf Grulich, Gießen

Von der Vertreibung bis zum Prager Frühling

Zur Geschichte der Kirche in Tschechien

Nach Kriegsende wurde die Vertreibung der Deutschen von der Prager Regierung als „humaner Transfer“ durchgeführt. Der Exodus von fast drei Millionen deutschen Katholiken, über 1.000 Priestern sowie 2.800 Nonnen ließ pastorale Ruinenfelder zurück.


Nach der Machtübernahme der Kommunisten begann die massive Unterdrückung der Kirchen. Als 1950 bereits die Bischöfe im Gefängnis waren, löste das Regime alle Klöster auf. Die Kirche stand unter der Kontrolle von staatlichen Kirchensekretären. Der kurze Prager Frühling verbesserte zwar die Lage, aber die „Normalisierung“ nach dem Einmarsch der Warschauer Pakt-Staaten führte zu erneuter Unterdrückung, die bis zur Revolution im Herbst 1989 anhielt.

Prof. Dr. Rudolf Grulich lehrt Mittlere und Neue Kirchengeschichte an der Justus-Liebig-Universität Gießen.

Die Veranstaltung findet statt in Zusammenarbeit mit der Brücke/ Most-Stiftung.


Hinweis:

Ausstellung „Zeugen der Menschlichkeit. Christlicher sudetendeutscher Widerstand 1938-1945“ vom 3.–12. November in der Benno-Kapelle der Kathedrale.
Heilige Messe im Rahmen der Tschechisch-deutschen Kulturtage am Sonntag ,12. November, 18 Uhr in der Kathedrale mit anschließendem kurzen Chorkonzert.

Haus der Kathedrale

Eingang Kanzleigässchen
Schloßstraße 24
01067 Dresden

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