Krisenphänomene

30. Mai 2017 | Dienstag | 19:00 Uhr | Kathedralforum Dresden

Prof. Dr. Stefan Heid, Rom

Wie robust ist die Liturgie?

Zur Krise des (katholischen) Gottesdienstes

Die Kirchen in Europa werden leerer und leerer, egal ob katholisch oder evangelisch. Nur noch wenige Highlights wie Weihnachten vermögen die Hallen zu füllen. Woran liegt das, etwa an den zu starren Ritualen? Sind Latein und Weihrauch nicht längst abgeschafft? Stattdessen erhofft man sich neue Lebendigkeit mit Gitarren- und Tanzmessen. Erfolge bleiben dennoch aus. Sind das nicht Menetekel einer echten Krise? Die Liturgiereform des Zweiten Vatikanischen Konzils weckte große Hoffnungen. Die heutige Wirklichkeit ist oft nüchterner. Dennoch scheint die Liturgie unzerstörbar zu sein. Wie viele Liturgiereformen gab es schon – von Karl dem Großen über
Luther und Trient bis zum Vatikanum? Wie viele (Zeit-)Geschmäcker hat sich diese Liturgie schon einverleibt mit Hilfe der Architektur, der Kunst und Musik – und dabei immer wieder überlebt! Seit über 2000 Jahren hält sie durch und ist vielfältiger denn je.


Prof. Dr. Stefan Heid ist Lehrstuhlinhaber für Liturgiegeschichte und Hagiographie am Päpstlichen Institut für Christliche Archäologie in Rom.

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