Mönchtum interreligiös

03. Mai 2016 | Dienstag | 19:00 Uhr | Kathedralforum Dresden

Prof. Dr. Gert Melville, Dresden

Mönchtum im kulturellen Vergleich

Der vergleichende Blick auf die Grundelemente des klösterlichen Lebens in den verschiedenen Religionen lässt sowohl wichtige Gemeinsamkeiten als auch markante Unterschiede erkennen. Das beginnt bei der Frage, warum Menschen überhaupt in Klöster eintraten, und führt zu den religiösen Fundamenten, auf denen sich ein Menschenbild aufbaute, das ein Klosterleben als sinnvoll erscheinen ließ. Vervollkommnung des eigenen Ichs und Distanzierung von der irdischen Welt gehören dabei zu den wichtigsten Gemeinsamkeiten.
Im Anschluss daran geht es einerseits um die Organisationszwänge im klösterlichen Leben (Gehorsam, Klausurierung, Tagesablauf, Kleidung), und andererseits um die spirituelle Arbeit am Ich, also das Erlernen (Novizentum) und die Beibehaltung (Askese, Gebet, Meditation) der Vervollkommnung.
Angesichts der kulturellen, sozialen und politischen Leistungskraft der Klöster in den verschiedenen Kulturen konnten Nonnen und Mönche in hohem Maße Muster des Lebens auch für diejenigen sein, die einem Leben außerhalb von Klöstern den Vorzug gaben.

Prof. Dr. Gert Melville ist Seniorprofessor für Geschichte des Mittelalters an der TU Dresden und leitet seit 2005 die Forschungsstelle für Vergleichende Ordensgeschichte (FOVOG) sowie das Graduiertenkolleg zum interreligiösen Vergleich monastischer Kulturen.

Die Vortragreihe findet statt in Zusammenarbeit mit der Forschungsstelle für Vergleichende Ordensgeschichte (FOVOG) an der TU Dresden.

Haus der Kathedrale

Eingang Kanzleigässchen
Schloßstraße 24
01067 Dresden

			

Termin dem eigenen Kalender hinzufügen