Mönchtum interreligiös

26. April 2016 | Dienstag | 19:00 Uhr | Kathedralforum Dresden

Gabriele Coura, Dresden/Wien

Klöster im modernen Tibet

Regeln, Alltagsleben, Ausbildung

Obwohl die Regeln, die in den verschiedenen Überlieferungen des buddhistischen Kanons niedergelegt sind, für alle Ordinierten in gleicher Weise gelten, hat sich in Tibet eine besondere Form des Mönchtums herausgebildet, die sich wesentlich von anderen buddhistischen Ländern unterscheidet. Der Anteil der Ordinierten an der Bevölkerung war hoch; sie konnten zwischen Institutionen unterschiedlicher Größe und Funktion – z. B. Einsiedeleien, Klosteruniversitäten, Meditationszentren – wählen. Chroniken, Richtlinien und Lehrpläne einzelner Klöster, Ratschläge für Mönche sowie Lebensgeschichten herausragender buddhistischer Persönlichkeiten geben einen Einblick in den Tagesablauf, die Organisationsstrukturen und die religiöse Praxis in den Klöstern. Dabei werden sowohl Gemeinsamkeiten als auch Unterschiede zu anderen klösterlichen Lebensformen sichtbar.

Gabriele Coura, M. A., ist Doktorandin am Graduiertenkolleg zum interreligiösen Vergleich monastischer Kulturen an der TU Dresden.

Die Vortragsreihe findet statt in Zusammenarbeit mit der Forschungsstelle für Vergleichende Ordensgeschichte (FOVOG) an der TU Dresden.
 

Haus der Kathedrale

Eingang Kanzleigässchen
Schloßstraße 24
01067 Dresden

			

Termin dem eigenen Kalender hinzufügen