Mönchtum interreligiös

12. April 2016 | Dienstag | 19:00 Uhr | Kathedralforum Dresden

Edgar Leitan, Dresden/Wien

Asketentum und Mönchtum in Indien

Eine institutionalisierte asketische Lebensweise beschränkt sich nicht nur auf das christliche Abendland oder den christlichen Orient, sondern scheint geradezu eine interkulturelle Konstante unterschiedlicher religiöser Traditionen zu sein. Als Heimat des Eremitentums und klassischer Boden der Askese gilt oft Indien. Wo aber ist die asketische Lebensweise im alten Indien verwurzelt? Wie kam es zur Herausbildung unterschiedlicher Modelle des asketischen und spezifisch monastischen Lebens? Welche normativen Grundlagen bestimmten die vielfältigen Lebensweisen dieser Asketen und ihre spirituellen Praktiken und Ziele? Wie kam es zur Transformation des frühen Asketentums zu den monastischen Institutionen des indischen Mittelalters und der Neuzeit? Wie sind die Widersprüche zwischen der anzustrebenden Gewaltlosigkeit – einem besonderen Merkmal der spirituellen Praxis früher indischer Asketen – und der späteren Herausbildung von militanten Hindu-Orden zu erklären? In jedem Fall wird die außerordentliche Vielgestaltigkeit des indischen Mönchtums sichtbar.

Edgar Leitan, Mag., Mag., B. A., M. A., ist Doktorand am Graduiertenkolleg zum interreligiösen Vergleich monastischer Kulturen an der TU Dresden.

Die Vortragsreihe findet statt in Zusammenarbeit mit der Forschungsstelle für Vergleichende Ordensgeschichte (FOVOG) an der TU Dresden.
 

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