Ideologie, Kunst, Vision

24. Oktober 2019 | Donnerstag | 18:00 Uhr | Kathedralforum Dresden

Prof. Dr. Thomas Brose, Berlin

Wir sind die Sieger der Geschichte?

Geschichtsphilosophische Fragen an ein ­Komplexbild der DDR

„Auferstanden aus Ruinen / Und der Zukunft zugewandt“ – so beginnt die von Johannes R. Becher verfasste Nationalhymne. Jede Gesellschaft entwirft eine Vision von dem, was sie von der Zukunft erwartet: so auch die von Anfang an zukunftsorientierte DDR.
Als in den 1960er Jahren unter dem Eindruck der Sputnik-­Euphorie ein kybernetischer Futurismus in Mode kam, war der Arbeiter- und Bauernstaat davon überzeugt, dem kapitalistischen Westen den Rang abzulaufen.
Darum ist das 1969 fertiggestellte Wandbild des Dresdner Kulturpalastes „Der Sieg der roten Fahne“ zugleich Ausdruck eines noch nicht erschöpften Zukunftsoptimismus. Aber schließlich wurden unerfüllte gesellschaftspolitische Utopien zur Ressource einer latenten Opposition. Wie stellt sich das Komplexbild heute, 50 Jahre nach seiner Fertigstellung, dar?

Prof. Dr. Thomas Brose lehrt an der Affiliation der Päpstlichen Universität Gregoriana in Berlin und ist für Philosophische Grundlagen der Theologie zuständig.
 

Zentrum für Baukultur Sachsen

(im EG Kulturpalast)
Schloßstraße 2
01067 Dresdenesden

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10. Oktober 2019 - „Ist das Kunst oder kann das weg?“
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