Goethe-Lektüre

27. November 2019 | Mittwoch | 18:30 Uhr | Kathedralforum Dresden

Dr. Paul Kahl, Erfurt

Goethe-Lektüren

Der schwierige Schluss

Goethe – noch immer der große Dichter der Deutschen – steht am Anfang einer säkularen und pluralen Moderne. Er erscheint uns „als ein mürrischer Fährmann, der den Bestand des alten Europa in die neue Zeit zu bringen versucht“ (F.A.Z. 1999). Goethe greift Motive, Formen, Fragestellungen der Weltliteratur auf und konfrontiert sie mit seiner unübersichtlichen Gegenwart. Besonders in seiner Faust-Dichtung summiert er die Überlieferung und zeichnet ein düsteres Bild menschlicher Verführbarkeit, nicht ohne eine religiöse Hoffnung. Diese vermittelt für ihn allerdings nicht die Kirche, sondern die Kunst.

Dr. Paul Kahl ist Literatur- und Kulturhistoriker und arbeitet als freier Bildungsreferent für verschiedene Kultur- und Bildungseinrichtungen. Er ist Lehrbeauftragter am Deutschen Seminar in Göttingen und war mehrfach Gastdozent an italienischen Universitäten.
 

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Schloßstraße 24
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